Yamaoka Blog

Crowdsourcing: ein Geschäftsmodell der Zukunft?

7. Mai 2012

von Katherina Vetter

 

Offenheit, Innovation, Interaktion und Dialog – der Wunsch, vom reinen Konsumenten zum Mitschöpfer und Entscheidungsträger zu werden, prägt die neue Generation. Unternehmen orientieren sich hierfür an Themen wie interaktiven Wertschöpfungsprozessen, Open Innovation, Open Source oder Crowdsourcing.

 

Was ist Crowdsourcing? Erfinder des Neologismus ist Jeff Howe, der diese Wortschöpfung im Jahr 2006 zum ersten Mal verwendete. Die Idee dahinter: die aktive Integration von Konsumenten in den Wertschöpfungsprozess. Seit 2010 erfreut sich das Modell stetig wachsender Beliebtheit – ob Görtz, Tchibo oder Starbucks (http://mystarbucksidea.force.com/ideaHome), immer mehr Unternehmen setzen auf die “Intelligenz der Masse” und lagern vor allem kreative Prozesse auf die Internetnutzer aus.

 

Verschiedene Marktstudien belegen, dass viele Nutzer und Konsumenten bei Unternehmen echte Kommunikations- und Mitmach-Angebote vermissen – sie bieten zu selten Anreize für Aktivitäten an. Zu dieser Erkenntnis kamen auch Sebastian Vetter und Roger Schlecht und gründeten im Februar 2012 Evotum (www.evotum.com), ein Abstimmungsportal für Lifestyle-Themen in den Rubriken Music, Fashion, Food, Movie, Technology, Games & Culture.

 

Das Konzept ist einfach: Nach einer kostenlosen Registrierung hat der User die Möglichkeit, ein elektronisches Votum abzugeben. Auf diese Weise erfolgt z. B. der Einfluss auf neue Kollektionen von bekannten Fashion-Labels oder die Mitbestimmung, welches Stück der Kollektion zu einem Vorzugspreis erworben werden kann sowie über Rahmenbedingungen wie Künstler, DJs und Venue von Events. Die Kenntnisnahme von Kundenwünschen steht im Mittelpunkt des Konzeptes. Nach den Umfragen und Votingphasen werden die gewählten Produkte als exklusive Angebote für die Mitglieder im eigenen Evotum-Onlinestore zur Verfügung gestellt.

 

Im Anschluss an das Konzept entstand ein „Back-End“ für die Geschäftspartner – die Entwicklung von Auswertungsmodellen, mit denen Partner hilfreiche Einblicke in ihre bestehende Zielgruppe und alle potentiellen Neukunden bekommen. Das Ziel der beiden Gründer: Evotum als eine globale Marke für interaktive Kundenintegration zu stabilisieren. Die Chancen stehen gut. Die Resonanzen auf User- als auch auf Partnerseite sind nach Aussage von Roger Schlecht sehr positiv.

 

Obwohl die crowd-basierenden Konzepte in Deutschland noch nicht so verbreitet sind, könnte in Zukunft die Integration von Energie und Ideenreichtum der Masse im Netz fortan zur alltäglichen Geschäftspraxis gehören, vor allem in der Kommunikationsbranche. Verschiedene Marktforschungen und Studien belegen bereits diese Theorie.

So wird gekonnt gezwickelt!

18. April 2012

von Christina Struck

 

Unser Kunde Ratsherrn hat letzte Woche gezwickelt. „Was ist das?“ wird sich der gemeine Bierkonsument fragen. Beim Zwickeln wird nach dem ersten Brauvorgang und einer zweiwöchigen Lagerzeit das erste Bier aus den Lagertanks gezapft. Beim schon fast historischen Moment waren mehr als 20 Hamburger Journalisten, die das reife, aber noch unfiltrierte Bier kosten durften, mit dabei. Neben dem Pilsener direkt vom Zwickelhahn konnten auch die ab Sommer erhältlichen Sorten Pale Ale und Rotbier probiert werden.

 

Ratsherrn holt die Craft Beer Bewegung nach Deutschland, die ihren Ursprung Mitte der 1980er Jahre in den USA hat. Hier stehen experimentierfreudige, engagierte und kreative Braumeister sowie besondere Zutaten und Rezepturen im Vordergrund. Die Wiederbelebung des handwerklichen Brauens fernab der industriellen Massenabfüllung hat nun auch einen Platz in Hamburg.

 

Also, nicht nur uns hat es geschmeckt: Beiträge im NDR Hamburg Journal, auf alster radio 106!8, in der Bild, im Hamburger Abendblatt, in der Hamburger Morgenpost und auf Essen & Trinken Online beweisen’s .

 

Die glücklichen Brauer (v.l.n.r.): Nils Timmann, Thomas Kunst und Philip Bolhorn

 

 

 

 

 

 

 

 

Hände hoch und Augen auf!

5. April 2012

von Irina Müller

„Päng!“ – Dieses onomatopoetische Wort ist seit Mittwoch dieser Woche der Titel eines neu erschienen Magazins. Da wagt sich doch tatsächlich wieder ein Mutiger aus der Verlagswelt ein weiteres Blatt auf den Markt zu bringen. Ob so etwas noch sinnvoll ist, sich verkaufen lässt und nicht scheitern wird, könnte man fragen – in der heutigen, sich immer verändernden Medienlandschaft, in der online mehr Klicks gezählt als Zeitschriften und Bücher aufgeschlagen werden.

Im Verlagswesen lässt sich jedoch feststellen, dass die Auflagenzahlen sich erholen, neue Zeitschriften, wie etwa „Couch“, „Season“ oder „Closer“ ihren Einstand mit grandiosen Startauflagenzahlen feiern konnten (Couch: 200.000, Season: 350.000, Closer: 400.000). Um Themen wie Living, Lifestyle, Fashion, Beauty drehen sich diese.

„Päng!“ ist anders. Es werden andere Ansprüche befriedigt, andere Zielgruppen angesprochen, auf andere Weise informiert und unterhalten. Beim Anschauen und Lesen des Magazins wird spürbar: Da steckt viel Arbeit und Herzblut drin. Die Herausgeberin Josephine Götz beschäftigte sich in ihrer Bachelor-Arbeit mit der Konzeption des Heftes. Sie studierte die Medienlandschaft und wollte kreieren, was es so noch nicht gab. Von Baumhaus-Bauanleitungen, über Roadtrip-Berichte, abwechslungsreichen Fotos oder auch „un petit Nähkurs“, ist noch einiges in der Zeitschrift zu bewundern und entdecken.

 

 

Und das taten wir auch gestern in der Agentur. Wir freuen uns immer wieder darauf, ein neues Heft in den Händen zu halten und sind gespannt auf weitere interessante Magazine, die die Printwelt bereichern.

 

 

Pinterest: das neue Social Media Wunder

23. März 2012

 von Christina Struck


Die Social Media Welt hat eine neue Sensation! Pinterest verzeichnet ein sagenhaftes Wachstum: die Nutzerzahlen des Foto-Netzwerks in Deutschland sind im Vergleich zum Vormonat Januar um 288 Prozent auf 268.000 gestiegen. Pinterest funktioniert wie eine Pinnwand, an die man all die Dinge heften kann, die das Leben schöner und bunter machen. Rezepte, Bastelanleitungen, Fotos von süßen Tieren oder tollen Landschaften können so ganz unkompliziert mit Freunden geteilt werden. Besonders interessant für Unternehmen ist, dass ein Produkt- oder Moodfoto mit dem eigenen Online-Shop verbunden werden kann.

Pinterest ist das neue Twitter – nur mit Bildern und bis jetzt nur auf Englisch. Das stört aber vor allem Frauen nicht, die ihre Shopping-Trophäen oder Styles von Stilvorbildern posten und den größten Teil der Nutzer ausmachen. Nur einen Haken hat die Geschichte: Pinterest beansprucht automatisch die Rechte an den geposteten Fotos (genau wie Facebook seit neuestem!) und darf sie somit auch weiterverkaufen.

 

Prost! Wir trinken jetzt nur noch Ratsherrn-Bier

8. März 2012

Pictures make the PR world go round

27. Februar 2012

von Christina Struck

Die dpa-Tochter news aktuell  hat mehr als 1.400 Journalisten zu ihrem Umgang mit PR-Material befragt (http://na.cc/Blog_Recherche2012). Die Ergebnisse rechtfertigen unseren Aufwand bei der Erstellung von guten PR-Fotos. Fast die Hälfte der Befragten greift täglich bei ihrer Arbeit auf bereitgestellte PR-Bilder zurück. Außerdem wünschen sich 75 Prozent aller befragten Journalisten Pressemitteilungen, die zusätzlich Bilder, Infografiken, Videos oder PDFs beinhalten. Als besonders wichtig wird ebenfalls die Möglichkeit bewertet, der Pressemitteilung weitere Hintergrundinformationen als Link beizufügen.

 

Das bedeutet: Das Versenden von Pressemitteilungen ohne Bildmaterial ist schon fast vergebene Liebesmüh. Außerdem ist es ratsam, detaillierte Hintergrundinformationen anzubieten, sei es als mitgeliefertes PDF oder als Link, der zu weiteren Inhalten führt.

 

Anbei zwei Gewinner des PR-Bild Awards 2011 in der Kategorie Produktfoto.

 

Compeed Blasenpflaster,  © agentur05 GmbH/Kape Schmidt

 

Burlington Menswear Herbst/Winter 2011, © FALKE KGaA/Burkhard Henrichs

Der Klick-Trick

31. Januar 2012

von Katja Hoppe

Wir stolperten bei Recherchen zu potenziellen Online-Medienkooperationspartnern über ein interessantes Garantieversprechen. Ein großes Onlinemedium versicherte: „Wir garantieren Ihnen bei einer Medienkooperation mit uns 3.000 Clicks täglich auf Ihrer Website“. Mit anderen Worten: Jeden Tag sollten wir mit Hilfe der Kooperation mindestens 3.000 Besucher mehr auf der gewünschten Website begrüßen dürfen. Wir fragten uns: Wie kann so etwas garantiert werden? Geht es da mit rechten Dingen zu?

Antwort: Kann sein, muss aber nicht. Es gibt einen kleinen Trick – einen elektronischen Helfer: den „Klickbot“. Von diesen kleinen Programmen gibt es im Internet viele, sie generieren automatisch Traffic auf der gewünschten Seite. Diese „Klickbots“ klicken in einem vorgegebenen Rhythmus auf ausgewählte Links, Banner etc. – die besseren unter ihnen können sich sogar vor jedem neuen Klick eine frische IP-Adresse zulegen, sodass sie als immer neue Besucher wahrgenommen werden.

Eigentlich werden diese Klickbots dafür eingesetzt, den Leuten, die Pay-per-Klick-Anzeigen (z. B. von Google) in ihre Seiten eingebunden haben, (nicht ganz legal) mehr Geld einzubringen, sie können aber auch für alle anderen Zwecke verwendet werden, wie zum Beispiel, um 3.000 Besucher pro Tag auf einer bestimmte Seite garantieren zu können…

„GhostMouse“ ist eins dieser Freeware-Tools, das Mausbewegungen aufzeichnet und im nächsten Schritt automatisiert wiederholt. Ähnlich einem Musik-Recorder drückt man bei Beginn der Aufzeichung auf den “Record”-Button, führt einmalig die Aktion aus und kann anschließend in beliebiger Geschwindigkeit die Aktion so oft wie gewünscht ablaufen lassen.

Der „Click-Ghost“ ist sogar noch ein bisschen raffinierter, denn er geht auf Webseiten und klickt sich auf der gewählten Seite noch wahllos weiter durch die Ebenen. Dies passiert nach einem Zufallsprinzip, sodass er von einem echten Besucher nicht zu unterscheiden ist. Bei diesem Modell kann man auch automatisch die Klick-Sequenzen wechseln, sodass der Besuch der Seite keinem bestimmten Rhythmus folgt.

Die meisten Klickbots kann man umsonst runterladen und sie sind idiotensicher in der Bedienung. Was sagen wir dazu? Gut zu wissen, dass es diese „Helfer“ gibt. Wir sind gewarnt und horchen ab jetzt auf, wenn Medien mit garantierten Besucherzahlen locken. Lieber 100 echte Klicks von interessierten Menschen als 3.000 von einer Maschine, die sonst nur Nullen und Einsen versteht.

Jetzt wird chic gecoucht

19. Januar 2012

von Christina Struck

Seit letzter Woche können wir uns passend und farblich aufeinander abgestimmt zu unseren Klamotten auch einrichten. Dabei hilft uns nämlich Couch – das erste Wohn & Fashion-Magazin, das mit einer Auflage von stolzen 200.000 Exemplaren im Pocket-Format startet. Chefredakteur ist der Schöner Wohnen-Guru Stephan Schäfer und das stylish gestaltete Heft ist schon für 2 Euro zu haben.

Gruner + Jahr setzt hier auf die jungen Trendbewussten, denen nicht nur wichtig ist, welche Kleidung sie tragen, sondern auch, auf welches Sofa sie sich setzen. Das Heft ist randvoll mit neuen Mode- und Beautytrends und Homestorys, Checklisten und Ratgeberseiten für ein hippes Zuhause. Besonders schön ist, dass hier praktikable Tipps und vor allem geldbeutelschonende Produkte vorgestellt werden. So können auch Studentenbuden mit ein paar Kniffen in Designertempel verwandelt werden. Aber neben vielen Produktvorstellungen und Tipps für Heimwerkerköniginnen kommt die wissensdurstige Leserin auch nicht zu kurz und lernt im Schnelldurchgang die wichtigsten Designer kennen.

Neben dem Heft am Kiosk gibt es eine Menge Aktivitäten im Netz. We like! Und wir drücken Gruner + Jahr die Daumen, dass es Couch nicht so ergeht wie dem One-Hit-Wonder Hollyhome vom Burda Verlag, das nach der ersten Testausgabe wieder aus den Regalen am Kiosk verschwand.

Besinnliche Weihnachten? Pah! Das ist Schnee von gestern!

22. Dezember 2011

von Johanna Pointner

Wir haben noch einmal richtig Gas gegeben, Journalisten mit Glühwein abgefüllt und sie danach hinters Steuer gesetzt! Warum? Weil wir es dürfen!

Der ultimative Glühwein-Fahrtest beim ADAC Fahrsicherheitszentrum!

Das Ergebnis: 7 Liter Punsch wurden vernichtet, Phylonen wurden umgesäbelt, es wurde viel gelacht und die wichtigste Erkenntnis: Glühwein, JA – danach Auto fahren, NEIN!

Wir wünschen Euch viel Spaß auf dem „Glüh-Markt“ und einen sicheren Rutsch im Neuen Jahr!