Yamaoka Blog

Archiv für die Kategorie „social media“

Es wird gezwitschert, was das Zeug hält: Yamaoka PR auf der Social Media Week Hamburg

Montag, 25. Februar 2013

von Katja Hoppe

Es ist wieder Social Media Week und die Yamaokas sind wie in jedem Jahr live dabei. So viele spannende Themen, so wenig Zeit… Von Word of Mouth Marketing bis Online Fundraising – eine Woche lang treibt es uns zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen überall in Hamburg.

Ein für unseren täglichen Job besonders wertvoller Vortrag fand am Dienstag statt: „Die Weiten hinter den 140 Zeichen, Twitter als journalistisches Tool“. Maike Haselmann, Social-Media-Redakteurin bei “Spiegel Online”, bot innerhalb einer Stunde speziell für Journalisten und publizistisch Interessierte eine kompakte Schulung an und zeigte, wie nützlich Twitter als Tool bei der alltäglichen publizistischen Arbeit ist. Für uns gab es da echtes Insiderwissen aus Journalistensicht und Antwort auf die Frage, ob PR-Agenturen eventuell über Twitter Kontakt zu Journalisten aufnehmen können bzw. sogar sollten. Die ehrliche Antwort: Mit einem prägnanten Tweet erreicht man die Redaktionen ebenso wie mit einer ansprechenden Pressemitteilung per Mail. Genau wie viele Pressemitteilungen in der Fülle der täglich einströmenden Nachrichten verloren gehen, geschieht dies auch mit Tweets – eine (Lese-)Garantie gibt’s nie.

Drei wichtige Erkenntnisse:

- Die meisten Menschen, die über Twitter sprechen, haben keine Ahnung davon, wie es eigentlich funktioniert.

- Twitter ist Hektik pur. Im Sekundentakt strömen Nachrichtefluten auf uns ein – selbst mit Organisationstools wie Tweetdeck (www.tweetdeck.com/) ist es schwer, da mitzukommen.

- Die Macht von Twitter ist nicht zu unterschätzen! Die Deutschen sind zwar die Langsamsten und sehr zurückhaltend im Umgang mit diesem Echtzeitmedium – in beinahe allen anderen westlichen Ländern wird nonstop getwittert. Aber in den nächsten Jahren holen wir sicher auf!twitter

Tumblr – Twitter meets Blogger

Dienstag, 31. Juli 2012

von Preslava Perchemlieva

In der heutigen übersättigten Medienlandschaft ist Innovation der Schlüssel zum Erfolg.

So konnten sich Anbieter wie Facebook und Twitter in der Welt der Social Media durchsetzen – sie haben die Marktlücke erfolgreich gefüllt und verzeichnen heute über 900 und 450 Millionen Nutzer.

Seit der Erfindung der Weblogs gibt es zahlreiche Anbieter für diese Form der Social Media. Nun wird einem Medium zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt: Tumblr.

Die Microblogging-Plattform aus New York City ermöglicht eine schnelle Mitteilung von kurzen Textbeiträgen, Bildern, Zitaten, Chats, Liedern und Videos, wodurch sich die Nutzer schnell und leicht ausdrücken können. Das übersichtliche Interface wird von der Reblog-Option ergänzt, durch die User fremde Veröffentlichungen mitteilen und somit ohne eigene Inhalte ihren Geschmack zeigen können. Darüber hinaus können „Tumblelogs“ gefolgt und als Favoriten hinzugefügt werden. Ähnlich wie bei Pinterest wird eher die kreative Zusammenstellung der persönlichen Interessen in den Mittelpunkt gestellt als die Kommunikation und das Networking zwischen den Usern.

 

Auf theburninghouse.com zeigen User die Gegenstände, die sie mitnehmen würden, wenn ihr Haus brennt.

 

Tumblr, das seit 2007 existiert, wurde in den letzten drei Jahren zunehmend populär, so dass es Anfang des Jahres 120 Millionen Nutzer meldete, die zum großen Teil aus den USA, Brasilien und Australien kamen. Somit stellte sich logischerweise die Frage, ob die Plattform bei diesem rasanten globalen Wachstum den Status von Twitter erreichen wird und vielmehr: Eignet sie sich für unternehmerische Zwecke?

In Deutschland ist die Webseite noch nicht richtig aufgegriffen worden. Es gibt zwar Tumblelogs, allerdings verlassen sich die meisten Unternehmen auf die klassischen Blog-Anbieter. Grund dafür ist einerseits die Tatsache, dass diese über die grundlegenden Funktionen verfügen, die für Unternehmen von Relevanz sind. Andererseits ist die Reblog-Option möglicherweise rechtlich problematisch, da die Urheberrechte beim Kopieren und Weiterleiten der jeweiligen Bloginhalte als verletzt angesehen werden könnten. Zwar gilt es hierzulande, unter den weitergeleiteten fremden Inhalten auf den Namen des Urhebers und die Quelle zu verweisen; allerdings sind die Schranken des Urheberrechts europaweit noch nicht so sehr detailliert für Blogs herausgearbeitet, wie es zum Beispiel in den USA der Fall ist. Deshalb können die deutschen Blog-Autoren zusätzlich auf diese juristische Problematik stoßen.

Schließlich stellt sich die Frage, ob es sich generell lohnt, auf Tumblr zu wechseln und inwiefern Blogs für Unternehmen in dieser Form überhaupt sinnvoll sind. Hier gilt wieder die Faustregel, dass ein Unternehmen einer solchen Microblogging-Plattform nur dann bedarf, wenn es genügend audio-visuelle Inhalte zur Verfügung stellen kann, da bei Tumblr primär auf Bilder, Links und Videos Wert gelegt wird. Dadurch ist die Präsenz auf dieser Seite momentan nicht unbedingt zwingend nötig, aber ein Versuch für Neugierige und Kreative ist es auf jeden Fall wert.